“PISA-Schock, Bologna-Reform, Hochschulrankings – bald mit Alarmismus, bald mit medialen Inszenierungen zelebriert die Wissensgesellschaft Bildung als «wichtigste Ressource». Doch wissen wir wirklich, «was man wissen muss»? In seiner brandneuen Polemik zieht der Wiener Konrad Paul Liessmann, selber Philosophieprofessor, ein vernichtendes Fazit: Mit Schlagwörtern wie Wissensmanagement oder Bildungsstandards treiben die hektischen Reformen die Ökonomisierung und Privatisierung des Wissens voran. Nützlichkeit ist wichtiger als Wahrheit. Kritische Reflexionen sind nicht mehr gefragt. Im Gespräch mit Arabelle Frey und Michael Pfister analysiert Konrad Paul Liessmann die verheerende «Kapitalisierung des Geistes» und empfiehlt einen Blick zurück auf die Idee der Bildung, wie sie Wilhelm von Humboldt vor zweihundert Jahren entwickelte.”
[Quelle: www.sf.tv]