HDTV (eine Gesellschaftskritik)

2009 November 17

Mit HDTV geht der Irrglaube daher, dass alles besser wird, wenns nur schoener wird. Jedoch nimmt die Qualitaet im deutschen TV stetig ab. Dies ist nicht nur bei den Privatsendern der Fall, sondern leider auch bei den Oeffentlich-Rechtlichen.

Diese Tatsache, koennte man durchaus als Metapher fuer unsere gesamte Gesellschaft nehmen (Stichwort: Oberflaechlichkeit, Selbsttaeuschung, Spassgesellschaft). Wichtig ist, dass es gut aussieht, der Inhalt ist weniger wichtig. Anders kann man sich z.B. den Erfolg von 2012 (,Transformers u.ae. oder fast jeder x-beliebigen Liebesgeschichte) kaum erklaeren, ein Film der zwar tolle Spezialeffekte hat, jedoch eine klischeehafte und langweilige Geschichte erzaehlt (die Apokalypse ist gekommen), deren Ausgang man schon im Vorraus kennt. Filme hingegen, wie z.B. „Hunger“, die einen bewegen und zum Nachdenken anregen, sind kaum erfolgreich. (Es gibt natuerlich auch Ausnahmen wie z.B. (500) Days of Summer, oder The Matrix, jedoch stellen solche Filme eine Minderheit dar).

Dies fuehrt nicht zwangslaeufig zu einer Verdummung, jedoch suggeriert es einerseits eine falsche bzw. verzerrte Realitaet (z.B. bei den Liebesgeschichten oder den Telenovelas); TV schafft teilweise Realitaet und andererseits kann man in der Zeit in der man „inhaltslose/nichtssagende“ Filme bzw. Sendungen anguckt nichts anderes tun. Da sich Zuschauer (hauptsaechlich Kinder) Figuren aus Filmen/Sendungen oft zum Vorbild nehmen, ist dies durchaus ein Problem (Stichwort: Schoenheitswahn, Magersucht).

HDTV stellt zudem fuer die Privatsender eine neue Geldquelle dar (hin zum Pay-TV). Es ist nicht nur der Weltwirtschaftskrise verschuldet, dass die Privatsender allein durch Werbung nicht mehr genug Geld verdienen, auch das Internet steht immer mehr in Konkurrenz zu ihnen. Da die Privatsender schon immer neidisch auf die Oeffentlich-Rechtlichen gucken (,da diese Geld durch die GEZ bekommen) sehen sie nun die Moeglichkeit, selbst eine Art GEZ zu erheben, indem man, um HDTV anschauen zu koennen, einen speziellen Satellitenreceiver und eine Entschluesselungskarte benoetigt (was im Jahr ca. 50 Euro kosten wird). Es waere naheliegend anzunehmen, dass durch die Mehreinnahmen auch der Einfluss der Privatsender wachsen oder zumindest sich nicht verringern wird, was, meiner Meinung nach, eher weniger erstrebenswert waere (da die Qualitaet der Privatsender meist miserabel ist und die meisten Sendungen sich auf „Bild“-Niveau befinden (siehe MTV, Talkshows, Richtershows, DSDS, Telenovelas usw. Auch die wenigen Sendungen, die unser Wissen bereichern sollen wie z.B. Galileo, halte ich generell fuer nichtssagend).

Ob die Zuschauer bereit sind neben den GEZ noch weitere Gebuehren zu zahlen ist jedoch durchaus zweifelhaft (siehe Sky).

Der Lauf der Dinge

2009 Oktober 7
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von Martin

Ich laufe. Nein, ich renne. So schnell. So schoen. Das Ziel vor mir.
Aber da ist was. Meine Fuesse, sie werden schwerer. Muessen meine Schuhe sein. Ich sehe nichts. Nichts. Auf jeden Fall schwerer. Es behindert mich. Ich werde langsamer. Ich renne noch. Schoen. Einfach weiter laufen. Laufen. Meine Beine werden immer schwerer. Also sind es nicht meine Schuhe. Die Hose vielleicht. Ausziehen geht nicht. Ich laufe noch, oder? Ich gehe! Sie ziehen mich runter. Zu dumm. Zu dumm. Ich gehe. Zu langsam? Mein Koeper ist schwer. Ich fuehle mich wie umhuellt. Wie umnebelt. Gehe ich noch? Ich bewege noch was. Warte! Das sind nicht meine Beine. Aber was? Meine Haende! Meine Haende? Aber das bedeutet… Zu schwer. Sie haben es geschafft. Werden sie mich unter sich begraben? Warum bin ich eigentlich gelaufen? Bin ich ueberhaupt voran gekommen? Das unerreichbare Ziel vor mir.
Sie sind einfach zu schwer. Zu schwer!

Empfehlenswerte Sendungen

2009 September 24
von Martin